VERALLGEMEINERN

28.10.12



Wie bereits angekündigt, werde ich nun damit beginnen einige, meiner Meinung nach (genau, hier zählt nämlich nur meine Meinung!) interessante Differenzen zwischen zwei verschiedenen Europäischen Kulturen aufzuzeigen.
Ich könnte jetzt eine Liste schreiben. Oder einen endlos langen Essay. Oder vielleicht ein Buch.
Aber das wäre zuviel. Das erspare ich euch.
Ich werde mich also kurz halten. Oder es zumindest versuchen.
Ich kann in späteren Posts gerne tiefer ins Detail gehen, ernüchternde Einblicke geben... 
Aber bleiben wir heute fürs Erste beim Allgemeinen.

Wer glaubt, dass man keine grossen kulturellen Unterschiede mehr findet, wenn man innerhalb Euorpas reist, der täuscht sich schwer. Ja, es ist wahr, dass man in fast jedem Land auf diesem Kontinent H&M, IKEA (erstaunlich wie gut die Schweden hier vertreten sind), ALDI, UBS, und nochmals H&M finden kann. Es ist auch wahr, dass England ein sehr fortschrittliches Land ist im Sinne von: Jawohl, jeder hat hier sein Badezimmer, es gibt Strassen und ja, fliessendes Wasser auch.
Also genau wie in meinem Vaterländchen und von daher nichts zu meckern. Auch keine grosse Umstellung. Aber, und jetzt kommt es: Es gibt trotz aller Bestrebungen von wegen Europäische Union und Globalisierung noch immer grosse Unterschiede. Glaubt mir oder lasst es bleiben.

Mein Lieblingsbeispiel hierbei ist immer wieder der Verkehr:
Wir sind so globalisiert und so bestrebt alle Grenzen zu öffnen. Da stellt sich mir die Frage: Warum fährt in ganz Europa alleine United Kindom auf der linken Seite? Und warum, warum gibt es hier Menschen die behaupten, dass prozentual mehr Länder der Welt links anstelle von rechts fahren? Überprüft man nämlich die Statistik, dann erfährt man zusammengefasst folgendes: 75% der Länder der Welt fahren RECHTS und 25% (mehrheitlich Britische Ex-Kolonien) fahren links. Interessant.

Wenn wir gerade von glauben sprechen, dann sollte ich vielleicht auch noch erwähnen, dass es hier eine extrem hohe Anzahl an Homo Sapiens gibt, die glaubt, dass Brot=Toast ist. Es gibt für sie keinen Unterschied. Diese zwei Nahrungsmittel, die in meinem Kopf immer klar in zwei verschiedenen Schubladen gesteckt wurden, wurden hier für identisch erklärt.
Mein Skeptizismus hatte sich bei diesem Beispiel eines Kulturschocks als hilfreich erwiesen: Jeden Morgen esse ich jetzt zwei Stück Toast und sage mir: Der Schein trügt, es ist Brot! Wirklich!
Aber was die weiteren kulinarischen Vorlieben der Inselbewohner angeht, so möchte ich euch in einem Extrapost damit foltern.

Was mir wirklich gefällt (ja natürlich habe ich auch Positives auf Lager. Immerhin gefällt es mir hier!), ist die Tatsache, dass eine Menge Museen und Ausstellungen gratis zugänglich sind. Und Studenten kriegen hier eine Menge Rabatt. Selbst in Topshop. Ja, in Topshop kriegt man 10% auf breits 50% reduzierte Artikel! Da kann mein Vaterländchen eine Menge von lernen!

Ausserdem gibt es hier überall Tee. Zu anständigen Preisen. Und wenn ich von anständigen Preisen spreche, dann nicht pro Tasse, sondern pro Teekanne. Man kriegt nämlich fast überall eine Teekanne mit mindestens 3 Tassen Inhalt serviert.
Was mein Vaterländchen auch noch lernen kann: Wasser vom Wasserhahn wird hier in Restaurants gratis mit Zitrone serviert. Ehrlich, es ist eine Frechheit, dass ich Zuhause dafür bezahlen muss! Und dann auch noch ohne Zitrone und Eiswürfel!

Zu guter Letzt kann ich vielleicht die Menschenmassen erwähnen, die mich regelmässig Samstags daran hindern mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren, weil sie nämlich auf den Strassen herumstehen. Ziemlich nervig. Meine Fahrradklingel ist kaputt, weil ich ich pro Tag geschätzte 1000 mal klingeln muss. Arme Klingel!

Und da ich so schön mit Verkehr begonnen habe, macht der jetzt auch als Ende was her. Demnächst gehe ich dann mal ein bisschen mehr ins Detail.

Ich bin nämlich ausgegangen.
Und habe dabei eine Menge festgestellt.

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