Winterwunderland Arosa

25.1.13

Arosa - gesehen von Carmenna

Es gibt sie doch: Tage, die nicht ganz so langweilig sind, wie in "Geständnisse" beschrieben. Dann geschieht es auch, dass ich plötzlich den Drang verspüre euch davon zu berichten.
Unglaublich, dieser Kommunikationszwang...
Da ich mir zur Feier des neuen Jahres vorgenommen hatte meinen Facebook-Konsum zu reduzieren (natürlich ohne sichtbaren Erfolg) und mich noch immer vehement gegen die Registrierung bei Instagram oder Twitter sträube (da ich ansonsten schon ganze 8 Datenfriedhöfe, meinen Computer nicht gezählt, produziert hätte), habe ich also beschlossen meinen Blog mit einem neuen Beitrag zu beehren.

Worum es geht?
Da ich noch immer die ausserordentliche Länge der Universitäts-Semesterferien ohne Examensdruck geniesse (ja, seien sie ruhig neidisch! Wenn ich jetzt eine Klammer in der Klammer machen könnte, würde ich sie auch noch aufklären, dass eine so lange Periode des Nichtstuns meinem Gemüt tatsächlich schadet und ich schon einen Smartphone-Countdown bis "Ich kann endlich zur Uni!" programmiert habe), geht es natürlich um Ferien, da ich euch nicht mit Nebenjob-Anekdoten unterhalten möchte.

Nach einer Pause von ungefähr zwei Jahren, habe ich mich endlich wieder einmal dazu überwunden so richtig Alpenländchenbewohner-mässig auf meinen Skiern einen Berg hinab zu rutschen.
Skifahren zählte ich nie zu meinen grossen Leidenschaften, aber wenn man schon in einem Land mit überdurchschnittlich viel Höhenmeterunterschieden und Tonnen von Schnee lebt, dann sollte man sich das doch zu Nutze machen. Und nach drei Monaten im flachen England hatte ich so richtig Lust unsere Alpen wieder einmal aus der Nähe zu sehen.
 Also bin ich avec Papa nach Arosa im Graubünden gefahren um dort ein nettes Skiwochenende zu verbringen.

Die Gemeinde Arosa ist ein Ferien- und Erholungsort im Kanton Graubünden und liegt auf 1775m über Meer - von daher also ziemlich schneesicher. Ausserdem verfügt das hübsche Dorf über ein Skigebiet mit mehr als 70 Pistenkilometer - für eingefleischte Schneesportfans einfach ein Traum! Besonders bei Sonnenschein!

Wer keine Lust hat die ca 360 Kurven von Chur hinauf nach Arosa mit dem Auto zu bewältigen, der kann auch entspannt mit dem Zug anreisen: Die Rhätische Bahn (zwei Bahnstrecken dieses Eisenbahninfrastrukturunternehmens wurden übrigens 2008 ins UNESCO-Welterbe aufgenommen) bietet eine Verbindung von Chur nach Arosa. Chur ist natürlich auch gut an das schweizer Bahnnetz angeschlossen - die Stadt lässt sich von allen grösseren Bahnhöfen her erreichen. Ab Zürich dauert die Fahrt nach Chur etwa 1,5h. Ich muss zugeben, dass ich die Anreise mit dem Zug als äusserst entspannend empfunden habe (jawohl, manchmal hört man auch von mir lobende Worte...). Das Umsteigen ist kein Problem (ausser man reis mit 100 Koffern an... seid euch selbst lieb) und die Fahrt von Chur hinauf nach Arosa ist wirklich schön. Man fährt durch Tunnel und über Brücken, der Zug schlängelt sich den Berg hinauf, durch dichte Tannenwälder und an von Schnee bedeckten Wiesen vorbei. Ein Wintermärchen!

Arosa selbst hat als Ferien- und Erholungsort natürlich einiges zu bieten. Es gibt viele verschiedene Hotels, je nach Preisklasse ist frühes Buchen empfohlen, da es oft vorkommt, dass die Hotels während der Skisaison voll belegt sind. Was ich sehr empfehlen kann: Sucht euch ein Hotel, welches über ein Solbad verfügt. Es gibt nichts Schöneres als nach einem Tag draussen bei minus sechzehn Grad sich abends im warmen Solbadwasser oder in der Sauna zu erholen und wieder aufzuwärmen.

Wer sich lieber eine Ferienwohnung oder ähnliches mietet, hat dennoch die Möglichkeit die Sol- und Wellnessbäder der Hotels (z.B. des Hotels Altein) aufzusuchen. Zudem verfügt der Ferienort über viele Restaurants und Cafés, wo man sich verpflegen kann, wenn man nicht selber kochen möchte.
Einziger Wehrmutstropfen: Abends ist leider nicht allzu viel los. Vielleicht habe ich auch einfach eine doofe Zeit erwischt... jedenfalls läuft im Januar nicht sehr viel was Ausgehen betrifft.

Jedenfalls verbrachte ich ein erholsames Wochenende in diesem netten "bündner" Dorf. Studenten kriegen ziemlich viel Rabatt auf Tageskarten für das Skigebiet (selbstverständlich nur wenn ein Studentenausweis vorgewiesen werden kann) und wenn man es auch noch mit dem Wetter gut trifft, dann kann man nicht anders als Arosa ganz einfach als traumhaft zu erleben.

Wenn ihr mir das nicht glauben wollt, dann müsst ihr halt selber hinfahren.
Oder ihr bleibt ganz einfach bei euren St Moritz, Davos und Zermatt, dort ist es auch schön -
und die Skipisten in Arosa haben mehr Platz für mich.

Wie immer dürft ihr die Informationen bezüglich des Ortes, die ich euch jetzt noch liefere getrost ignorieren oder zur Kenntnis nehmen.
Und bald schon gibt es einen Post über spezielle Mode.
Den schulde ich euch nämlich noch.
Oder auch nicht.


Arosa Tourismus - Official Website
Arosa Bergbahnen - Offical Website

Magst du vielleicht auch

0 Kommentare