Japan Impact 2013

3.3.13



Wenn man nicht weiss was man mit seiner Zeit anfangen soll, ist es an der Zeit etwas Neues auszuprobieren.
Ich war ja die letzten Wochen nicht übermässig beschäftig (wofür ich mich nicht im Geringsten schäme - Freiheit bedeutet für mich nämlich Dinge ohne jeglichen Zweck zu tun), daher beschloss ich ein paar Dinge auszuprobieren, die ich schon immer hatte tun wollen, aber leider nie die Zeit dafür gehabt hatte.

Eines dieser Dinge war das Lolita-Treffen, von welchem ich in "Ein Wintermärchen - Lolita Wintertreffen in Kandersteg" berichtet habe. Ein anderes Beispiel wäre dieses hier: Ich besuchte aus einer Laune heraus am 16. Februar die Japan Impact Convention in Lausanne. Ich war noch nie zuvor an einer Convention gewesen und daher beschloss ich fürs erste mit einer kleinen anzufangen, bevor ich dann im Mai an der Japanimanga Night in Winterthur teilnehmen werde.

Eine Convention ist ein Zusammentreffen von Leuten, die sich für das selbe Thema interessieren. "Convention", das englische Wort für "Tagung", steht in diesem Sinne für eine Veranstaltung, die einer Messe ähnelt. Conventions (manchmal auch super verniedlicht Con genannt) finden zumeist in Messehallen oder Kongresszentren statt. Oft gibt es ein Convention-Programm, welches Konzerte und Beiträge von bekannten Leuten aus der jeweiligen Interessenszene beinhaltet. Es werden aber auch Verkaufsstände angeboten, an welchen man Fan-Zeitschrifen, offizielle Produkte und von Fans hergestellte Produkte wie Zeichnungen, Bilder oder Basteleien kaufen kann. Ziel einer Convention ist es Menschen zusammenzubringen, damit sie sich über ihr gemeinsames Hobby austauschen können.

Die Japan Impact Convention in Lausanne widmet sich ihrerseits ganz der japanischen Kultur. Ich besuchte sie vor allem deswegen, weil ich schon seit frühem Teenageralter an Mangas und Animes interessiert bin. Dazu kommt nun auch mein neu erwachtes Interesse an der japanischen Lolita-Mode. Ich war dort also genau richtig und bei einem Ticketpreis von zwölf Schweizerfranken pro Tag war das auch finanziell ohne grössere Abschreiber zu machen.

Stattgefunden hat die Convention auf dem Gelände der EPFL Lausanne, welches bestens dafür geeignet war. Genug Platz, genügend Toiletten - ja sogar eine Garderobe gab es (noch besser: eine kostenlose)! Einzig die Verpflegungs- und Getränkestände waren immer völlig überfordert mit dem Andrang der Leute und man musste sehr lange anstehen. Ausserdem standen diese draussen - was zwar verständlich ist bei all den Gerüchen, die man dann Jahrelang nicht mehr aus der Uni kriegen würde, aber es war halt doch ganz schön kalt.

Da ich aber nur für einen Tag hinging, wollte ich meine Zeit nicht mit Essen verschwenden und stürzte mich zusammen mit einer Bekannten, welche den Lolitas der französischsprachigen Schweiz angehört, ins Getümmel. Es gab so einiges zu sehen: Stände überfüllt mit knuddeligen und supersüssen Plüschtieren, jede Menge Fanartikel, Cosplay- und Lolita-Klamotten, traditionelle japanische Kimonos und Sonnenschirme, Mangas, Fanart... Es gab viel Buntes, Schrilles, Neues zu sehen.
Leider hatte ich keine Zeit wirklich ausgiebig am Convention-Programm teilzunehmen, aber auch dieses hätte so einiges geboten: Origami, Tee-Zeremonie, Sumo, Cosplay-Display, ein Bereich für Fans von allen möglichen Games, Karaoke, Zen und Vorführungen von Filmen und Animes.
Einfach alles, was die Herzen von Japan-Fans höher schlagen lässt.

Auch wenn ich nicht an den Aktivitäten teilnahm und viel Zeit dort verbrachte, so war mir die Convention doch ganz sympathisch. Für alle Französisch-Muffel ist sie allerdings gar nichts: die Besucher kommen mehrheitlich aus der französischsprachigen Schweiz und die Sprache der Programminhalte ist Französisch. 

Wem das nichts ausmacht und Japan auch ganz nett findet, dem kann ich die Convention aber sehr empfehlen. Sie ist klein, überschaubar und gibt Convention-Anfängern erst mal einen Überblick, was an solchen Events eigentlich so läuft.

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