NRJ Fashion Night 2013

27.4.13


Ich berichte erneut, wie immer mit reichlich Verspätung, über einen Event, dem ich beiwohnen durfte. Dieses Mal handelt es sich um die NRJ Fashion Night 2013 in Zürich.

Meine Muse, meine liebe Freundin, hatte Tickets dafür gewonnen und mich eingeladen sie zu begleiten. Dafür habe ich sogar ein Konzertticket, welches ich schon für den Abend gekauft hatte wiederverkauft, ich freute mich so sehr, dass ich endlich einmal einer Modenschau beiwohnen konnte!

Die Show war dann auch fantastisch gestaltet. Der Laufsteg soll 50m lang gewesen sein und zwischen den Präsentationen der Mode gab es immer wieder Sequenzen, in denen wir durch Tänzer und andere Performance-Künstler unterhalten wurden.

Die Show stand unter dem Motto "Revolution", daher auch Tanzeinlagen, die historische Revolutionen  darstellen sollten. Wir bekamen den Arabischen Frühling, the sexual revolution (Hippies und Vietnamkrieg), die russische Revolution, die kubanische und die französische Revolution in tänzerischer Form, mit Filmprojektionen im Hintergrund verdeutlicht, zu sehen.

Ehrlich gesagt war ich mir nicht sicher, ob ich die Filmprojektion während der "russischen Revolution" Einlage mochte. Ich verstehe ja, dass die russische Revolution natürlich untrennbar ist von Kommunismus und demzufolge auch dem Gesicht Lenins und dem Symbol Hammer und Sichel. Was mich etwas störte war die ziemlich starke Präsenz Stalins in dem ganzen. Sein Gesicht wurde schon fast ein bisschen zum Ikonen-Bild gemacht.

Natürlich wieder spiegelt das die damalige Realität - Lenin und Stalin waren (und sind) Ikonen. Ich war mir nur nicht ganz sicher, ob es wirklich nötig war sie mit Mode derartig in Verbindung zu bringen.
Muss man sie zu einem "stylischen" Bild machen, das man auf T-Shirts gedruckt sehen möchte?
Immerhin hat die Welt Stalin einige Leichen zu verdanken. Lenin ist auch nicht gerade ein allzu unschuldiger Staatsmann gewesen.

Es hat mich ganz einfach erstaunt wie präsent diese beiden Männer in der kurzen Sequenz dieser Show waren. In den anderen Filmprojektionen zu den anderen Revolutionen gab es kein bestimmtes Politiker-Gesicht, welches so stark herausgestochen ist. Entschuldigt, doch... es gab noch zwei weitere: Fidel Castro und Che Guevara bei der kubanischen Revolution.
Nun ja, Che Guevara ist ja längst eine Popikone. Tausende Leute tragen ihn auf ihrer Kleidung ohne zu wissen wer der Typ überhaupt war.

Ich möchte an dieser Stelle nur noch einmal sagen, dass ich es problematisch finde solche Politiker zu "hypen" und mit der Fashion-Welt in Verbindung zu setzen.
Warum tragen wir anstelle von Guevara nicht Robespierre auf der Brust? Weil er ein Mörder war und die Revolution ihn am Ende selbst gefressen hat.
Und warum zeigen wir Mussolini und Hitler nicht genauso sorglos in einer Fashion-Filmprojektion wie Lenin und Stalin? Dazu würde ich gerne Meinungen hören. Haltet mich für radikal, aber ich finde, dass es dort etwas zu weit ging.

Soweit meine negative Kritik.

Ansonsten war ich aber von der ganzen Show sehr angetan. Die verschiedenen Performance-Acts hatten es wirklich drauf und versetzten mich in Staunen.
Und obwohl die Musik-Acts sonst nicht so mein Ding sind, haben sie mich doch in Stimmung gebracht und sehr tolle Auftritte hingelegt. Besonders toll fand ich Icona Pop

Was die gezeigten Kollektionen anging, so verliebte ich mich in einen der Höhepunkte der Show - den Haute-Couture Durchgang des französischen Labels Alexis Mabille. Traumhafte Kreationen! Ich bin fast vom Stuhl geschmolzen, als die prächtigen, schwarzen, langen Kleider gezeigt wurden. Ich glaube für so ein Teil würde ich eine Revolution anzetteln...
Besonders schön gestaltet war auch die Dessous-Präsentation von Beldona.

Wer wissen möchte, was alles gezeigt wurde, wer die Sponsoren der Show waren, usw., der folgt am besten dem Link am Ende des Post, welcher euch auf die offizielle Seite der NRJ Fashion Night bringen wird. Dort gibt es einen tollen Video-Mittschnitt.




Mein Outfit für diesen Abend. Leider hat mir meine Muse beim Fotografieren die Füsse 
abgeschnitten und ich habe es zu spät bemerkt. Schade, dass man die Schuhe nicht
ganz sehen kann. 

Outfit Rundown:
Kleid: Topshop, in Cambridge, UK
Leggins: H&M
Ankle Pumps: Dosenbach
Schmuck: Primark, Claire's 




Gelaufen sind an dem Abend übrigens unter anderen Irina Shayk und Louisa Hartema. Irina fand ich sehr sexy und graziös. Als grosser Louisa-Fan würde ich mich nicht bezeichnen, aber die Show hat sie sicher fabelhaft gemeistert. Eigentlich könnte ich dem Phänomen Germany's Next Topmodel auch einmal einen Post widmen, aber wenn ihr schon oben bei meiner Kritik an der Show nicht mehr konntet, dann lassen wir das wohl lieber bleiben. 

Alles in allem fand ich den Abend sehr gelungen und die Show faszinierend. Leider mussten wir uns danach beeilen einen Zug zurück nach Hause zu erwischen - war aber kein Problem, da die Show pünktlich um 10:15 zu Ende war. 
Falls ich in einem nächsten Jahr das Glück habe wieder dabei zu sein, werde ich auch gleich den Wettbewerb für die Aftershow-Party mitmachen. 

Ach, falls ihr euch an dieser Stelle gerade fragt, was überhaupt aus meinem Bikinifit in 30 Tagen - Review wird - das folgt noch. Eine Erkältung hat mich davon abgehalten es die letzte Woche noch richtig durchzuziehen, daher wird das nach hinten verschoben.

Ich werde mich nun wieder meinen Uni-Verpflichtungen zuwenden und ausserdem eine Reise nach Paris planen.
Ihr dürft euch solange auf einen Bericht über die JAN 2013 freuen. 
Oder auch nicht.
Ihr wisst ja, dass mir das Wurst ist.



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