A la playa

23.8.14



Woran genau es liegt, kann ich nicht sagen. Ich habe eigentlich immer brav meinen Teller aufgegessen, habe noch braver gelernt und am bravsten meine Prüfungen bestanden. Ich weiss wirklich nicht weshalb Petrus mich dieses Jahr so sehr verachtet. Jedenfalls hatten wir bis jetzt keinen richtigen Alpenländchensommer. Wenn es einmal heiss war, dann nur damit sich abends die Gewitterwolken über unseren malerischen Städtchen entleeren konnten um alle möglichen Keller zu überfluten.
Irgendwann hatten ma soeur und ich die Nase voll davon und beschlossen uns etwas weiter im Süden auf die Suche nach Sommer zu machen.

Wir buchten in einem Last-Minute Büro Ferien auf Fuerteventura. Zugegeben, es war das erste Mal, dass ich Last-Minute buchte und mir war schon etwas mulmig dabei. Ich hatte viel Gutes, aber genauso viel Schlechtes über solche Angebote gehört.
Wir waren schon sehr erleichtert, dass mit dem Flug und dem Flughafentransfer zum Hotel alles klappte. Schliesslich entsprach dann auch das Hotel unseren Vorstellungen. Es war ein nettes, nicht allzu grosses Hotel im Süden der Insel, direkt am Meer und mit einer herrlichen Poolanlage.




Einzig die Verpflegung entsprach nicht ganz unseren Wünschen. Ma soeur und ich sind vielleicht etwas empfindlich, aber die Küche kam uns doch sehr fettig vor. Wir hatten Halbpension gebucht. Eigentlich wurde das Essen sehr schön angerichtet, sah immer toll aus, aber geschmacklich brachte es uns nicht gerade auf Höhenflüge. Auch wurde das ganze etwas lieblos als Buffet inszeniert, man hatte ein bisschen den Eindruck, dass in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Leute verpflegt werden sollten. Nun, das war wohl ganz einfach notwendig bei der doch relativ hohen Zahl an Hotelgästen und wie man weiss ist es in Hotelanlagen während der Sommerhochsaison so üblich.

Fall ihr vor gut einem Jahr schon Bella Vita gelesen habt, muss ich an dieser Stelle nicht mehr viel zu unseren Erlebnissen auf Fuerteventura hinzufügen. Auf der Insel ist es - wie ihr Name starker Wind schon sagt - sehr windig und man fühlt dadurch die Hitze nicht so intensiv. Auf unserem Weg vom Flughafen zum Hotel konnten wir ein bisschen etwas von der Insel sehen: Steine und Geröll so weit das Auge reicht. Fuerteventura erschien mir ziemlich hügelig, ich hatte den Eindruck auf dem Mond gelandet zu sein. Es gab nur wenige grüne Flecken, diese gehörten zumeist zu einer Hotelanlage. Sicher gibt es auf der Insel ein paar Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, aber ma soeur und ich beschlossen unsere Badeferien wie immer vor allem faul am Pool und Strand herumliegend zu verbringen.



Das Meer war herrlich. Kaum einer der anderen Hotelgäste wagte sich von unserem Hotelstrand aus ins erfrischende Nass. Das lag daran, dass zu unserem Hotel ein Steinstrand gehörte, der mich jedoch nicht im mindesten störte. Ich liebe ja Sand, aber auf den Steinen kann man sich wenigstens sonnen legen ohne sich danach eine Stunde lang die Sandkörner aus den Haaren kämen zu müssen. Auch wenn ich andere Feriendestinationen Fuerteventura vorziehe, muss ich doch sagen, dass der Atlantik dort einfach traumhaft ist. Ich liebe den Ozean, das Rauschen, das Gefühl auf den Wellen zu treiben. Im Meer zu schwimmen war für mich schon als Kind das Grösste. Es ist nicht ungefährlich im offenen Meer zu schwimmen. Und doch fühle ich mich selten freier. Selten fühle ich mich der Natur und unserem Planeten verbundener, als wenn ich nach Atem ringend aus dem Salzwasser auftauche und mir die Sonne ins Gesicht strahlt.

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