Zu Vladimir Nabokovs "Lolita" und seiner Verwechslung mit der Lolita-Mode

9.9.14

Vladimir Nabokovs "Lolita"


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Vladimir Nabokov, 1899 in Sankt Petersburg geboren und 1977 in Montreux (CH) verstorben, war ein russisch-amerikanischer Schriftsteller und einer der einflussreichsten Erzählern des 20. Jahrhunderts. Neben seinem bekanntesten Roman "Lolita" sind ausserdem erwähnenswert "Pnin", "Ada oder das Verlangen" und "Durchsichtige Dinge". Er schrieb sowohl auf Russisch als auch auf Englisch, "Lolita" wurde von ihm im Original auf Englisch verfasst. In seinem Werk befasst sich Nabokov nicht selten mit  den Empfindungen von eingewanderten Europäern gegenüber dem neuen Amerika, auch Sexualität ist ein immer wiederkehrendes Motiv. "Lolita" wurde erstmals vom englischsprachigen auf Erotica spezialisierten Verlag "Olympia Press" herausgebracht.


"Lolita" ist die Geschichte des pädophilen Ich-Erzählers Humbert Humbert, welche dieser nach dem Mord an einem Nebenbuhler in Untersuchungshaft niederschreibt. "Lolita" ist sein Kosename für Dolores Haze, das Mädchen dem er zu Beginn seiner Erzählung verfällt. Seine Leidenschaft bleibt trotz einer zweijährigen gemeinsamen Odyssee durch die USA einseitig und am Ende verliert er seine geliebte Lolita erst an einen Nebenbuhler und schliesslich an einen jungen Handwerker.

Die Geschichte um diese verbotene Beziehung zwischen einem Pädophilen und einem kleinen, verführerischen Mädchen löste einen Skandal aus. Das Buch wurde unter anderem als "reine hemmungslose Pornografie" beschrieben.

Wo genau die hemmungslose Pornografie indessen zu finden ist, blieb mir bei der Lektüre schleierhaft. Die sexuellen Begegnungen von Humbert Humbert mit seiner Lolita sind durchaus präsent, sie lesen sich allerdings viel mehr wie das Tränenvergiessen eines verzweifelten, hoffnungslos Verliebten als wie explizite Pornografie. Ausserdem ist Nabokovs Schreibkunst derart gewaltig, dass die eher anzüglichen Stellen zu einem Wunderwerk an Sprachspiel werden. Ich habe jedes einzelne Wort dieses Romans genossen. Natürlich war die Sexualmoral zur Zeit der Veröffentlichung von "Lolita" noch eine andere als heute, dennoch erstaunt mich wie so oft dieser Aufschrei einem literarischen Werk gegenüber.

"Lolita" ist nicht besonders schlüpfrig oder dreckig geschrieben, es ist meiner Meinung nach ein herrliches Buch über das Leben. Nabokov schafft es seinen Charakteren Leben einzuhauchen wie nur wenige andere Autoren es vermögen. Humberts Emotionen scheinen greifbar zu werden und ich erschrak ab und an darüber, besonders weil im Moment meiner Lektüre im Alpenländchen wieder einmal eine grosse Diskussion über Pädophile geführt wurde, wie ich Mitleid mit ihm hatte.

"Lolita" ist zweifelsohne ein Buch, das man gelesen haben sollte. Ich habe es nicht nur getan weil sein Titel ständig mit der Lolita-Mode in Verbindung gebracht wird, sondern weil für Liebhaber von Literatur irgendwann kein Weg mehr an Nabokov vorbei führt und es sich wirklich lohnt sich auf sein Schreiben einzulassen.


Spannend ist wie der Kosename Humberts für seine Dolores zu einem festen Begriff geworden ist. Er wurde in die Wissenschaft, Popkultur und Alltagssprache aufgenommen. Dabei bleibt das Bild des sexuell frühreifen und verführerischen Mädchens jedoch sehr flach und hat längst nicht die Komplexität von Nabokovs Titelfigur. Dazu haben vielleicht auch die Romanverfilmungen beigetragen.




"Lolita" Romanverfilmung von 1997


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Nabokovs Roman wurde bisher zweimal verfilmt: Erstmals 1962 in schwarzweiss, dann 1997 mit Jeremy Irons in der Rolle des Humbert Humbert und Dominique Swain als Dolores "Lolita" Haze. Ich habe bisher nur den Film von 1997 gesehen. Die Geschichte hält sich bis auf kleine Details an die Romanvorlage. Lolitas Charakter wird wohl etwas weniger tief dargestellt als Nabokov es beabsichtigt hat, dennoch empfand ich Swains schauspielerische Umsetzung als passend und sie wurde dem Bild eines verführerischen kleinen Mädchens gerecht.
Die Kostüme schienen mir sehr sorgfältig ausgewählt worden zu sein, Lolitas Kleidung ist ein Augenschmaus. Kameraführung und Schnitt haben mich überzeugt und Jeremy Irons geht meiner Meinung nach in seiner Rolle doch auch sehr gut auf.
Dieser Film ist auf jeden Fall sehenswert, wenn man den Roman gelesen hat oder wenn man sich einen Überblick über Nabokovs Werk verschaffen will ohne 400 Seiten lesen zu müssen.



Der Lolitakomplex, die "Kindfrau" und "Lolicon"


Der Name von Nabokovs Titelheldin wurde zwischen 1955 und 1966 zu einem festen Begriff in der Wissenschaft, vor allem in der Psychoanalyse. Demnach bezeichnet der "Lolitakomplex" das erotische oder sexuelle Verlangen von Männern mittleren Alters zu Mädchen und jungen Frauen.
Der "Lolitakomplex" wird, vor allem im Englischen, auch als "Nymphophilie" bezeichnet. Er unterscheidet sich vor allem dadurch von der Pädophile, dass sich das sexuelle Verlangen gegen Personen richtet, die bereits Zeichen der Geschlechtsreife aufweisen (Nabokovs Lolita ist ja auch bereits 12 Jahre alt und klagt nach ihrer ersten Nacht mit Humbert Humbert über Bauchschmerzen, die sich schliesslich als Periodenbeschwerden herausstellen). Mädchen, welche solche Begehren erfüllen, werden gemeinhin auch als "Kindfrauen" bezeichnet.

Für die "Kindfrau" hat sich mit Nabokovs Roman schliesslich der Begriff "Lolita" etabliert. Unter einer "Lolita" versteht man vor allem in den westlichen Gesellschaften eine Frau, die sowohl Merkmale von Kindlichkeit wie auch jene von geistiger und körperlicher Reife trägt. Manche Frauen stellen sich gar entsprechend dar um erotische Attraktivität zu gewinnen. Dadurch hat sich ein Kleidungsstil entwickelt, der als "Lolitalook" oder "Lolitatyp" bezeichnet wird, jedoch nichts mit der japanischen Lolita-Mode zu tun hat.

Beispiel für die "Kindfrau"
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Die "lebende Puppe" und "Kindfrau" Venus Palermo
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In Japan wurde zudem der Begriff "Lolicon" geprägt. Lolicon ist eine Abkürzung für "Lolita-Komplex". Damit wird in Japan jedoch nicht nur die entsprechende sexuelle Fixierung bezeichnet, sondern es handelt sich auch um einen Begriff für explizite Darstellungen von sexuellen Handlungen fiktiver Mädchen in einem Alter von 8 bis 13 Jahren. Im Westen wird "Lolicon" durchaus auch als eine Bezeichnung für ein Genre von Hentai-Manga verstanden. In Japan ist Lolicon unter Auflage pornographischer Medien legal, in anderen Ländern ist die rechtliche Lage noch unklar.

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass sich mir die Problematik um den Begriff der Lolita-Mode und ihrer ständigen Verwechslung mit Nabokovs Werk, der sexualisierten westlichen Kindfrau und dem Lolicon interessanter darstellt, als ich anfangs annahm. Ich frage mich gerade wie es wohl um die Rechtslage bezüglich Lolicon im Alpenländchen besteht und werde mich demnächst wohl einmal mit dieser Frage beschäftigen.


Lolicon
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Schliesslich fragt es sich nun wie es geschah, dass "Lolita" zum Begriff für die Mode wurde, welche ich und viele andere so gerne tragen. Während sowohl Nabokovs Charakter, als auch die westlichen Kindfrauen und das Lolicon sexualisierte Themen darstellen, hat die Lolita-Mode eigentlich relativ wenig mit Erotik und Geschlechtsverkehr am Hut.


Lolita-Mode und ihre Verwechslung mit Nabokovs Werk 


Sweet-Lolita-Mode
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Ich bin schon seit dem Tag, an dem ich das allererste Mal von der Lolita-Mode hörte auf der Suche nach einer Erklärung dafür, wie "Lolita" zur Bezeichnung für diese Mode wurde. Als Westeuropäerin mit einer Vorliebe für Literatur und eigentlich auch als ein Mensch, der sich für Themen betreffend die Sexualität interessiert, war es mir ein Anliegen herauszufinden, wie die Lolita-Mode zu ihrem Namen gekommen ist. 

Da es kaum Literatur zur Lolita-Szene gibt und auch meine Internet-Recherchen erfolglos blieben, beschloss ich schliesslich Vladimir Nabokovs Roman zu lesen, mir die Verfilmungen davon anzusehen und mich ein bisschen in den "Lolita-Komplex" einzulesen. Ich wollte Nabokovs Roman und den Lolita-Komplex schliesslich mit der Lolita-Mode vergleichen und sehen, ob ich Parallelen finden kann, die zu einer solchen Namensgebung veranlasst haben könnten. Ausserdem habe ich andere Lolita-Mode-Trägerinnen aus unserer Schweizer Lolita-Szene gefragt, ob sie etwas dazu wissen und was sie davon halten. 

Eine Zusammenfassung meiner Eindrücke von Nabokovs Roman und der Verfilmung des Romans von 1997 habe ich euch oben kurz gegeben, genauso wie auch einen kleinen Überblick über meinen Wissensstand bezüglich des Lolita-Komplexes und des Lolicons
Lassen sich nun also Parallelen zur Lolita-Mode finden?

Durchaus. 
Nabokov beschreibt ab und an Lolitas Kleidung, welche in den Verfilmungen dann besonders stark wirkt. Nabokovs Lolita trägt süsse Kleidchen mit niedlichen Schleifchen-Drucken, Rüschen, Spitze und reizenden Punkte-Mustern. Dazu Schleifen im Haar, kecken roten Lippenstift und eine sehr süsse Herzchen-Sonnenbrille. Sehr kindlich und dabei in den Augen Humbert Humberts und schliesslich des Kinobesuchers sehr aufreizend, da sie bei all der Niedlichkeit doch viel Haut zeigt: Mal lässt ihr Oberteil den Bauch frei, ein anderes Mal trägt sie einen sehr kurzen Rock und lackiert sich über ihre nackten Beine gebeugt die Zehen. Hier wird nicht nur der "Kindfrau-Lolitalook", die sexualisierte Version geprägt, sondern zugleich auch die Lolita-Mode, zu deren Grundform Schleifen im Haar, niedliche Drucke und viel, viel Rüschen und Spitze gehören. Ich denke schon, dass die Film-Dolores als eine Inspiration für ein Lolita-Outfit dienen kann. 
Das erklärt jedoch noch nicht, weshalb die Lolita-Mode nach Nabokovs Romanfigur benannt wurde. 

Was den Lolita-Komplex angeht, so sehe ich eine Verbindung zur Lolita-Mode darin, dass es um Kindlichkeit geht. Gerade der Sweet-Lolita-Modestil spielt sehr stark mit kindlichen Elementen. In diesem Stil werden Pastellfarben getragen, die Drucke auf den Kleider zeigen gerne Spielzeug, Süssigkeiten, Früchte und andere Motive, die mit der Kindheit assoziiert werden. Als Accessoires tragen Sweet Lolitas gerne Plüschtiere bei sich. 


Sweet-Lolita
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Personen, die an einem Lolita-Komplex leiden (ich bin mir nicht sicher inwiefern ich hierbei von einem Leiden sprechen möchte, fallen ja schliesslich oft auch Beziehungen von jungen Frauen über dem Schutzalter zu älteren Männern unter diesen Begriff), könnten im Sweet-Lolita-Modestil vieles finden, das mit ihrem Begehren übereinkommt. Trägerinnen von Sweet Lolita oder auch von Hime Lolita könnten durchaus als Kindfrauen betrachtet werden, so abwegig scheint mir das nicht. Oft sind es Teenager oder junge Frauen in ihren Zwanzigern, die Sweet Lolita und seine Unterstile tragen, was es vielleicht noch einmal etwas verständlicher macht, wenn Personen, die einen Lolita-Komplex haben, Trägerinnen von Sweet Lolita als begehrenswert empfinden. 
Aber auch das erklärt nicht wieso "Lolita" zur Bezeichnung der gesamten Mode wurde und trotzdem nichts mit der westlichen Kindfrau, dem Lolitalook und Lolitatyp zu tun hat. 

Zwischen dem Lolicon und der Lolita-Mode konnte ich keine bedeutenden Parallelen festmachen. Das liegt vor allem daran, dass ich kein Lolicon konsumiere. Lolita-Mode und Lolicon haben dann wohl auch nur insoweit eine Verbindung zueinander, als dass in Lolicon Szenarien vielleicht Mädchen in Lolita-Kleidung auftauchen. Das könnte ich mir gut vorstellen, ich würde dann aber sogleich wieder zum Lolita-Komplex und seiner Verbindung zu Sweet Lolita zurückkommen. 
Lolita-Mode soll nicht sexualisieren. Lolicon ist eine Form von Pornografie. Die beiden haben also eigentlich nichts miteinander zu tun.

Wie entwickelte sich nun also der Begriff der Lolita-Mode
Ehrlich gesagt kann ich diese Frage noch immer nicht einhundertprozentig beantworten. 
Was ich aber mittlerweile weiss, ist, dass in Japan doch ein anderes Frauenbild herrscht als in Westeuropa. In der japanischen Gesellschaft wird teilweise doch sehr viel Wert auf Niedlichkeit gelegt. Vielmehr als bei uns gelten niedliche Frauen als attraktiv, es gilt mehr "kawaii", also süss, zu sein als "sexy". Grosse, runde Augen sind in Japan ein Schönheitsideal - das liegt wohl nicht nur daran, dass sich Japaner an den europäischen Gesichtszügen orientieren wollen, sondern auch daran, dass grosse Augen etwas Puppenhaftes, Kindliches haben. 


Hime-Lolita
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So passierte es dann wohl, dass die Japaner einen Scheinanglizismus ("wasei eigo") schufen. Sie waren wohl einfach nicht damit vertraut, dass die Kindfrau in Europa eher negativ behaftet ist, dass die Vermischung von Kindlichkeit und Erotik in unserer Gesellschaft verpönt ist. Was genau Nabokovs Roman in den Japanern ausgelöst hat und wie sie die Verfilmungen davon aufgenommen haben, ist darum vielleicht eine Frage für sich, die sich aufgrund des japanischen Frauenbildes nicht ganz so einfach beantworten lässt. 
Gut möglich, dass manche Japaner "Lolita" als die Bezeichnung für ein niedliches, kleines Mädchen verstanden. Der Kosename von Humbert an seine Dolores war nicht länger nur noch ihr Name, sondern wurde zur Bezeichnung für einen bestimmten Typus von junger Frau. In Westeuropa wurde der Begriff stark sexualisiert, in Japan wie es aussieht nicht unbedingt. 

Was auch gesagt werden muss, ist, dass sich die Lolita-Mode nicht nur im Substil Sweet an Motiven orientiert, die mit Kindheit assoziiert werden, sondern dass die Grundform von Lolita - der knielange Glockenförmige Rock, die Kniestrümpfe und Rüschenblousen - sich doch sehr stark an der Kindermode des europäischen 18.  und 19. Jahrhunderts orientieren. Es ist also gar nicht so abwegig die  Lolita-Mode mit Nabokovs Roman und dem Lolita-Komplex in Verbindung zu bringen. Schlussendlich liegt all diesen verschiedenen Ausprägungen ja ein Motiv zugrunde: Die Kindheit. 

Problematisch wird das Ganze nicht dadurch, dass die Japaner mit der Bezeichnung der Mode als "Lolita" einen Scheinanglizismus geschaffen haben, problematisch ist es, dass Nabokovs Werk oft als Pornografie abgetan wird und damit alles, was im Entferntesten daran erinnert in den selben Topf geworfen wird. Lolita-Mode hat es nicht zum eigentlichen Ziel Frauen (und Männer) erotische Attraktivität zu verleihen. Sie will, abgesehen vielleicht von gewissen Substilen (zu denen ich bestimmt demnächst einen Post veröffentlichen werde, da mich dieses ganze Thema gerade sehr fasziniert), nicht sexualisieren. Lolitas, wie ich eine bin, wollen nicht in erster Linie "sexy" sein. Und auch Nabokovs Roman war keine erotische Literatur, zielte nicht darauf ab den Leser in Ekstase zu versetzen. 
Vielleicht haben die Lolita-Mode und Nabokovs Roman am Ende mehr gemeinsam, als ich anfangs annahm: Nämlich werden sie beide gerne stark in sexuelle Zusammenhänge gebracht und bleiben dabei so furchtbar unverstanden. 

Ich hoffe, dass dieser Text ein klein Wenig mit der Verwirrung um den Begriff der Lolita-Mode aufräumen kann. Manchmal würde ich ihr ja gerne einen anderen Namen geben, nur um nicht immer und immer wieder erklären zu müssen, dass es sich dabei nicht um einen Fetisch handelt und, dass ich auch nicht besonders kindlich aussehen will um irgendwelche ältere Herren zu verführen. 

Falls eine andere Lolita-Mode-Trägerin oder ein Lolita-Mode-Träger diesen Text hier gelesen hat und seine Gedanken darin wieder findet, darf dieser Text gerne weiterverlinkt oder geteilt werden. Ich würde mich freuen, wenn ich dazu beitragen könnte über diesen Begriff weiter aufzuklären, der in den Massenmedien oft so falsch und arglos verwendet wird (dazu bald in einem neuen Post). Als Quellen für meinen Text hier dienten diverse Lolita-Mode-Websites, Wikipedia, Gespräche mit meinen Freunden aus der Schweizer Lolita-Szene und eine Ausgabe von Vladimir Nabokovs "Lolita" in deutscher Sprache, sowie die Romanverfilmung von 1997. 

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4 Kommentare

  1. Sehr interessanter Artikel!
    Ich kann mich erinnern, wie ich zu Beginn meiner "Lolita-Karriere" gegenüber Verwandten immer konsequent von "japanischer Rüschenmode" geredet habe, um Diskussionen aus den Weg zu gehen :-S
    Leider weiss ich auch nichts Genaueres zu dem Thema, ich habe aber schon mal einen Blogartikel zum selben Thema gelesen:
    http://fyeahlolita.blogspot.ch/2013/11/why-is-lolita-called-lolita-does-lolita.html
    Eine definitive Antwort hat sie natürlich auch nicht, sie bringt aber "Alice im Wunderland" und ihr Vorbild in der realen Welt, Alice Liddell (und deren Beziehung zum Autor…) als neuen Aspekt ins Spiel. Vielleicht hilft dir das weiter?

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    1. Vielen Dank! Ich glaube ich habe den Artikel auch schon einmal gelesen, werde es aber noch einmal tun, weil ich mich nicht mehr gut daran erinnern kann. Alice Liddell ist natürlich auch ein interessanter Anknüpfungspunkt, gerade weil sie im 19. Jahrhundert lebte und sich die Lolita-Mode ja stark an dieser Zeit orientiert. Auch interessant, weil es wieder ein literarisches Werk ist, welches mit der Mode in Verbindung gebracht wird. Ich sollte Alice im Wunderland und Miss Liddell auf jeden Fall auch einmal einen Post widmen. Danke für die Anregung!

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  2. Ich fand deinen Artikel sehr spannend. Bisher habe ich mich noch gar nicht mit dem Begriff «Lolita» auseinandergesetzt, aber nachdem ich diesen Artikel gelesen habe überlege ich mir auch, wie es dazu gekommen sein könnte. Vielleicht finde ich ja noch etwas heraus, dann melde ich mich bei dir. :)
    Gruss Tanja

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    1. Ich freue mich darüber, dass der Artikel gut ankommt und, dass er auch von Leuten gelesen haben, die sich zuvor nicht so viele Gedanken über den Begriff gemacht haben. :) Melde dich auf jeden Fall, wenn du noch etwas herausfindest. Ich werde diesem Thema wohl noch den einen oder anderen Post widmen.

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