Selbstgemacht: Sushi-Mania

24.10.14



Ich schreibe selten übers Essen. Dabei liebe ich Essen! Ich mag Restaurants, am liebsten italienische Küche, ich esse irgendwie ziemlich viel und kann nur sehr schlecht ohne Desserts, Kaffeepausen und warmes Abendessen auskommen.

Was meine eigenen Koch- und Backkünste angeht, so halte ich mich aber nicht für überdurchschnittlich begabt und finde es auch sonst nicht besonders interessant übers Essen zu schreiben. Ich finde es erst dann irgendwie spannend, wenn ich etwas koche, das mir nicht nur meines Magens wegen wichtig erscheint. Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass ich einmal aus einem Gefühl des Fernwehs heraus für laquaza einen englischen Nachmittagstee zubereitet habe?

Dieses Mal habe ich mich jedoch nicht meiner Sehnsucht nach den Britischen Inseln wegen in die Küche gestellt, sondern weil ich endlich einmal einen Grund hatte um Sushi zuzubereiten.
Schon seit meinem zwölften Lebensjahr habe ich irgendwie ein Faible für das Land der aufgehenden Sonne. Ich mag Mangas, Animes, verschiedenen japanische Modestile und finde das, was ich bisher auf Fotografien von Japan gesehen habe, sehr interessant. Es ist schon lange ein Wunsch von mir einmal nach Japan zu reisen. Aber eben nicht nur der Mangas und Lolita-Mode wegen, sondern auch weil ich mich für diese fremde Kultur interessiere.




Ich habe mich immer ein bisschen einsam gefühlt mit diesem Interesse an einem so weit entfernten Land, weil die Menschen in meiner Umgebung sich eher weniger dafür begeistern konnten. Mein Monsieur jedoch hat irgendwann einmal erwähnt, dass er auch gerne einmal nach Japan fahren würde und da wollte ich natürlich von ihm wissen, ob er schon einmal Sushi probiert habe. Als er verneinte schleifte ich ihn am nächsten Tag mit in eine Sushi-Bar. Natürlich war ich sehr selbstzufrieden, als er hellbegeistert von dem Sushi war.

Und irgendwie landeten wir dann im Verlaufe der letzten zwei Monate so oft in dieser Sushi-Bar, dass wir beschlossen, vielleicht auch ein bisschen unseren Geldbörsen zuliebe, uns einmal selber im Sushi-machen zu versuchen.




Wir kauften dieses "Sushi Kit" bei coop, weil wir noch nicht in Besitz einer Bambusmatte waren, die wir für das Rollen der Nori-Blätter als essentiell empfanden. In der Packung waren neben der Bambusmatte Reis, Nori-Blätter, Soja-Sauce, Wasabi, Stäbchen und Ingwer enthalten - eben alles, was der Sushi-Anfänger so benötigt. Wir kauften frischen Fisch und legten los. Ich war schon überrascht wie anders der Sushi-Reis im Vergleich zu "normalem" Reis reagiert, aber irgendwie bekam ich ihn hin. Mein Monsieur rollte und schnitt das Sushi, was ich ziemlich schwierig fand (aber ich bin manchmal auch furchtbar ungeschickt!).

Schliesslich hatten wir ganz passables Maki-Sushi mit Thunfisch-, Lachs-, Karotten- und Avocadofüllung zubereitet und liessen es uns schmecken.

Die Schwierigkeit beim Sushi-machen liegt meiner Meinung nach darin, dass es am Ende dann auch hübsch aussieht. Unser erstes Sushi war noch nicht wirklich eine Augenweide, dafür klebte der Reis richtig gut und es war auch sehr schmackhaft.




Das Sushi Kit fand ich sehr praktisch, vor allem weil es Anleitungen zum richtigen Rollen der Nori-Blätter und Kochen des Reises enthielt. Ich weiss nicht wie andere Leute darüber denken, aber ich finde, dass Sushi vor allem Übung braucht. Es ist gar nicht so einfach das Gemüse und den Fisch hübsch klein zu schneiden, damit man es dann auch gut einrollen kann.





Nachdem wir es nun einmal selber zubereitet haben verstehe ich auch viel besser weshalb das Zubereiten von Sushi als eine Art Kunst gilt. Ich bewundere die grossen japanischen Köche auf diesem Gebiet umso mehr und mein Wunsch eines Tages in einem richtigen japanischen Lokal in Japan ein paar Happen rohen Fischs mit Reis zu essen ist umso grösser geworden.
Auch war dieser Abend eine nette Einstimmung auf das Wochenende: Am Sonntag werde ich an der Aki No Matsuri - einer Convention für Japan-Fans - teilnehmen und euch dann hoffentlich bald davon berichten.

Ach, hoffentlich gibt es dort auch Sushi. Oder zumindest Ramen.
Nomnomnomnomnom!

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