Zu Besuch in Hogwarts - Harry Potter The Exhibition

4.1.15



In "Zwei Kölsch, bitte!" habe ich euch bereits den Grund für unseren Besuch in Köln genannt. Ma soeur und ich wollte unbedingt die Wanderausstellung Harry Potter The Exhibition  besuchen, welche zur Zeit im Museum Odysseum in Köln zu sehen ist. 
Dass wir dafür den weiten Weg nach Köln auf uns nahmen, liegt nicht nur an unserer Begeisterung für die Welt des Zauberlehrlings, sondern eben auch daran, dass wir gerne durch Deutschland reisen und so wir die Gelegenheit hatten eine neue deutsche Stadt auszukundschaften. 

Wir bestellten unsere Tickets für die Ausstellung im Vorfeld im Internet, da wir nicht Gefahr laufen wollten nicht reingelassen zu werden. Wir besuchten die Ausstellung an einem Sonntag kurz nach dem Mittag und da es Wochenende war, war ganz schön was los im Odysseum
Kostenpunkt: 29 Euro pro Person. Meiner Meinung nach war die Ausstellung jedoch jeden Cent wert. 

Die Ausstellung beginnt mit einer kleinen Pre-Show: Die Besucher werden in einen Raum geschleust in dem sie als Erstklässler in Hogwarts begrüsst werden. Ein paar Besucher haben dann die Ehre vom Sprechenden Hut in ein Haus eingeteilt zu werden. Ich gehörte zu den glücklichen Potterheads, die es auf den Stuhl schaffte und wurde nach Slytherin gesteckt. Ich wusste ja schon immer, dass wenn in mir nicht eine Ravenclaw schlummert, es Slytherin sein muss!




Nach der Einteilung in die Häuser wird man in einen zweiten Raum geführt in dem ein kurzes Video zur Einstimmung gezeigt wird, bevor sich eine Tür öffnet und man an der Fetten Dame vorbei in die Ausstellung gelassen wird. 

Auf der Website des Odysseum steht zwar, dass nicht gefilmt und fotografiert werden darf. Das stimmt aber nur soweit, als das man keinen Blitz benutzen darf. Ma soeur und ich haben frischfröhlich alles was wir sahen und uns gefiel mit unseren Iphones abgeknipst. 




Die Ausstellung ist sehr schön gestaltet: Es gibt zu jedem Hauptcharakter eine Vitrine mit persönlichen Gegenständen, ausserdem sind die Outfits aus den Filmen und jede Menge Requisiten ausgestellt. An dieser Stelle bereue ich es ein wenig, dass ich nie einen Post über meinen Besuch in den Leavsden Studios im September 2012 geschrieben habe. Ich dachte eigentlich, dass mich Harry Potter The Exhibition enttäuschen würde, nach dem ich schon an der Harry Potter Studio Tour teilgenommen habe. Dem war aber ganz und gar nicht so. Die Ausstellung im Odysseum war etwas interaktiver gestaltet als die Studio Tour 2012. Man konnte Alraunen aus Töpfen ziehen, die dann auch so richtig penetrant los kreischten oder sich im Quaffel-Werfen üben. 




Auch die Lehrkräfte der Schule für Hexerei und Zauberei kamen nicht zu kurz: Nach dem man aus dem nachempfunden Gryffindor-Gemeinschaftsraum ging, begrüsste einen Umbridges schrill pinkiges Büro (an dieser Stelle gebe ich nur zu gerne zu, dass ich Umbridge eigentlich immer tausendmal mehr den Tod gewünscht habe als Voldemort!) Es gab auch zu den Lehrkräften Vitrinen mit persönlichen Gegenständen. Meine Favoriten waren Lockhart und Snape




Die Ausstellung war die pure Reizüberflutung. Ich war dank meinem Besuch in den Leavsden Studios schon etwas abgehärtet und verfiel dieses Mal nicht in einen Harry Potter-Overkill wie damals, aber ich bekam an der einen oder anderen Stelle schon Gänsehaut, weil mir dieses ganze Harry Potter Universum einfach so nahe geht. Harry Potter gehört zu meiner Teenager-Zeit und ich verbinde so viele wundervolle Momente damit. Nicht zuletzt auch die Tatsache, dass ich durch diese Bücher zu einem richtigen Bücherwurm wurde und selber zu schreiben begann. 




Es gab auch einen Bereich zur Schwarzen Magie, in dem die Outfits und Gegenstände der Todesser, Slytherins und von Voldemort ausgestellt waren. Endlich konnte ich einmal einen Blick auf Voldemorts Horkruxe werfen, diese waren nämlich damals in London nicht ausgestellt worden. 




Bevor man den Bereich zu den Dunklen Kräften betritt, geht man durch den Verbotenen Wald und durch Hagrids Hütte. Seidenschnabel und Aragog waren ausgestellt, ausserdem ein riesiger Drachenkopf - der Ungarische Hornschwanz. In Hagrids Hütte konnte man auf seinem riesigen Lehnstuhl Platz nehmen. 




Der letzte Ausstellungsraum wurde der Grossen Halle nachempfunden. Es wurden die Outfits des Weihnachtsballs ausgestellt, ausserdem eine Menge Süssigkeiten aus Hogsmeade, die ich unbedingt fotografieren musste, weil sie so schön bunt und unglaublich lecker aussahen. 
Ma soeur und ich gingen noch einmal den Weg zurück bis zum Raum für die Dunklen Kräfte und besahen uns alles noch einmal. Es waren leider ziemlich viele Leute in der Ausstellung und es war teilweise schwer sich die Sachen in den Vitrinen genau anzusehen, da man ständig angerempelt wurde und Leute mit Audioguides minutenlang vor den Vitrinen stehen blieben, die Sicht versperrten und das Weitergehen behinderten. Aber wir hatten damit gerechnet, dass es viele Leute haben würde und nahmen es gelassen. 




Schliesslich beschlossen wir die Ausstellung zu verlassen. Es ist nämlich so: Wenn man erst Mal die Tür zum Shop nach der Grossen Halle passiert hat, hat man keine Möglichkeit mehr in die Ausstellung zurückzukehren. 

Der Shop war dann aber auch sehr nett. Er glich jenem aus den Leavsden Studios, den ich schon kannte und es wurden auch ähnliche Fanartikel verkauft. Die Regale waren den Regalen aus den magischen Läden in den Filmen nachempfunden: Man konnte z.B. Zauberstäbe bei Olivanders kaufen. 
Die Zauberstäbe waren aber schon wie damals in den Studios extrem teuer und wir beschlossen uns keinen zu kaufen. Dafür kamen zwei Packungen Bertie Bott's Beans und ein pinkiger Minimuff mit mir mit nach Hause. Die Souvenirfotos, die vor der Ausstellung von uns geschossen worden waren und die man nun im Shop kaufen konnte, waren uns mit 18 Euro pro Foto allerdings viel zu teuer (bei aller Liebe, man kann es auch übertreiben mit der Ausbeutung von Fan-Geldbörsen!). 

Alles in allem hat uns die Ausstellung sehr gut gefallen. Ich empfehle allerdings sie nicht am Wochenende zu besuchen, wenn man es lieber etwas ruhiger hat. Sie ist aber auf jeden Fall auch dann sehenswert, wenn man schon in den Studios in London gewesen ist. 

Harry Potter wird immer ein Teil von mir sein. Vor einiger Zeit habe ich versucht jemandem zu erklären, weshalb ich so vernarrt in diese Bücher bin. Ich weiss nicht, ob er es verstehen konnte und ich weiss, dass wir Harry Potter-Fans für Aussenstehende ziemlich verrückt wirken können. Aber wie ich schon sagte, diese Bücher gehören einfach zu meiner Teenager-Zeit, ich habe Stunden in dieser Welt verbracht, es gab nie wieder eine Bücherserie auf die ich ähnlich hin gefiebert hätte. Harry Potter machte mich glücklich, durch Harry Potter habe ich ein paar der wichtigsten Menschen in meinem Leben kennen gelernt und die wundervollen Momente, die ich dank dieser Bücher erleben durfte, liegen als kleine, funkelnde Sterne ganz tief in meinem Inneren. 

"The stories we love best do live in us forever, so whether you come back by page or by the big screen, Hogwarts will always be there to welcome you home." - J. K. Rowling

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