Inspiration Japan - Lolita-Treffen in Zürich

23.6.15



Es ist schon lange her, dennoch werden meine Berichte über vergangene Lolita-Treffen und andere Liebeleien nun endlich nachgeholt.

Am Sonntag den 22. März traf ich mich mit meinen Lieben in Zürich. Wir hatten vor die Ausstellung Monet, Gauguin, van Gogh… Inspiration Japan im Kunsthaus Zürich zu besuchen. Zuvor kehrten wir jedoch im Café Odeon ein und genehmigten uns alle einen ausgiebigen Brunch.




Das Essen war super lecker! 
Danach ging es gleich weiter zum Kunsthaus Zürich. Wir beschlossen, dass August Rodins "Höllentor", welches sich direkt vor dem Kunsthaus befindet, eine passende Kulisse für unsere Selbstinszenierung hergab und schossen also fleissig Outfitfotos bevor wir dann ins Museum gingen um uns die Ausstellung anzusehen.





Outfit Rundown:
Brille - Gucci
JSK - Baby The Stars Shine Bright
Socken - Baby The Stars Shine Bright
Schuhe - Dosenbach
Der Rest ist Offbrand




Ich hatte mir für mein Outfit an diesem Tag kein spezielles Motto vorgenommen. Ich wollte allerdings unbedingt ein Beret tragen, da wir ein Kunstmuseum besuchten und ich Berets schon seit meiner Kindheit, genau wie es das Klischee will, mit Künstlern assoziiere. Ausserdem sind sie unglaublich bequem zu tragen, ganz egal zu welcher Jahreszeit. 

Die Ausstellung Monet, Gauguin, van Gogh… Inspiration Japan war dann auch ziemlich interessant. Ich habe in den Ausstellungsräumen keine Fotos geschossen, ich war zu sehr damit beschäftigt mir die vielen Werke anzusehen. 

Offenbar beschränkt sich der Hype um Exportware aus dem Land der aufgehenden Sonne nicht allein auf unser Jahrhundert. Den Beschreibungen der Ausstellung und der Ausstellungsbroschüre zufolge war Europa offenbar schon 1860 in eine regelrechte Japan-Euphorie verfallen. 
Künstler jener Zeit wurden beeinflusst durch verschiedene Kunst- und Design-Objekte, welche aus dem fernen Osten hergebracht und gesammelt wurden. 

Die Ausstellung war sehr umfangreich, was mich erstaunte, da ich es mir eigentlich gewohnt bin, dass Ausstellungen in Schweizer Museen eher klein und sehr übersichtlich sind. Unsere liebe Eta Carina war an diesem Treffen auch mit von der Partie und hat einen tollen Blogpost über das Treffen geschrieben, in dem sie auch genauer auf einige der ausgestellten Werke eingeht. 
Da es schon etwas länger her ist und ich mich nicht mehr allzu gut an alle Werke erinnere, werde ich hier nicht so sehr auf die Ausstellung eingehen.

Ich weiss noch, dass ich mich wirklich sehr gefreut habe, dass ein Raum Claude Monet, einem meiner Lieblingskünstler, gewidmet wurde. Auch hatte es mir ein Werk von Degas sehr angetan.
Gegen Ende der Ausstellung gab es dann noch einen Raum, der speziell abgetrennt worden war, da er, wie die Warnung beim Eingang festhielt, pornographische Darstellungen zeigte. Gezeigt wurden verschiedene Holzschnitte, Tuschzeichnungen und Kunstdrucke in traditionellem japanischem Stil, welche Menschen beim Liebesakt zeigten. Ich fand diesen Teil eigentlich interessant, da ich traditionelle japanische Kunst sehr schön finde. Mir gefallen die feinen, klaren Linien. Allerdings fehlte mir ein bisschen der Vergleich zu europäischen Künstlern, wo doch eigentlich gerade dieses Spannungsfeld Thema der Ausstellung war. Aber vielleicht erinnere ich mich nur einfach furchtbar schlecht und es waren doch noch ein paar Europäer in dem Raum ausgestellt.





Als wir die Ausstellung gesehen hatten, beschlossen wir noch nicht gleich wieder zu gehen und besuchten noch einen Teil der Sammlung des Kunsthauses. 

Schliesslich wurde es dann aber Zeit für mich wieder zurück nach Hause zu fahren. Ich hatte sehr viel Spass an dem Tag und freute mich, dass ich wieder einmal mit anderen Leuten zusammen ein Kunstmuseum besuchen konnte, das hatte ich viel zu lange nicht mehr gemacht und es weckte in mir so richtig die Sehnsucht nach Kunstbetrachtung, Kunstgeschichte und auch danach endlich wieder einmal selber etwas zu gestalten. 

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